Gefahren für den Menschen

Der alles entscheidende Faktor für den Menschen im Brandfall ist die Zeit. Es bleibt nur eine gewisse Zeit sich vor den Flammen und dem Brandrauch in Sicherheit zu bringen.

Bei Brandrauch ist davon auszugehen, dass bereits drei Atemzüge zu Bewusstseinseinschränkungen oder gar zum Tod führen können.

Etwa 85 % der Brandtoten ersticken in Folge einer Kohlenmonoxid (CO) –Vergiftung, da im Schlaf der Geruchssinn nicht in Funktion ist.

Da das Gehör auch im Schlaf funktioniert, sind Rauchwarnmelder daher die einfachste Art der Alarmierung für den Heimbereich.

Brandrauch setzt sich aus einer Vielzahl giftiger Substanzen zusammen. Dabei werden verschiedene Atemgifte unterschieden:

  • Atemgifte mit erstickender Wirkung
  • Beispiele: Stickstoff, Wasserstoff, Methan, Ethan, Edelgase (Argon, Helium, Neon)

  • Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung
  • Beispiele: Chlor, Dämpfe von Flusssäure, Salzsäure und Schwefelsäure, Nitrose Gase, Phosgen, Schwefeldioxid, Formaldehyd

  • Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen
  • Beispiele: Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Butan, Propan, Alkohol, Blausäure, Quecksilberdämpfe

Eine weitere Gefahr ist die im dichten Brandrauch eingeschränkte Sicht und der schnelle Verlust der Orientierung.